Klamotten vererben und selten gemeinsam Urlaub
von TommyMit 7 Geschwistern macht man Sachen mit, die andere so nicht kennen. Ich bin z.B. nie allein. Das kann gut sein, aber auch schlecht. Einerseits habe ich ein eigenes Zimmer, aber die kleinen kommen eh immer vorbei, wenn sie spielen wollen. Als Ältester kommt mir eben eine besondere Position zu.Und auch das ist weder nur gut, noch nur schlecht. Wenn neue Klamotten gekauft werden, bin ich stets der Erste, der sie tragen darf. Meine jüngeren Brüder hingegen tragen die Sachen, für die ich zu groß geworden bin. Ich bin mir sicher, dass sie manchmal neidisch sind auf Mama und Papa, die immer bei Peterhahn.de bestellen, wenn sie was neues brauchen, und auch auf mich, denn ich suche die meisten Kleider ja selber aus. Auch die Zuckertüte wird immer wieder weitergereicht. Hier ist es gut der Älteste zu sein.
Wenn es aber um Hausaufgaben geht, kann mir eigentlich niemand helfen, außer Mama und Papa. Die haben aber nicht immer Zeit. Deshalb muss ich meine Sachen meist alleine lernen. Meine jüngeren Geschwister haben es da einfacher. Die können ihre älteren Geschwister fragen. Letzten Endes landet dadurch viel bei mir. An manchen Tagen komme kaum zu meinen eigenen Sachen. Das hat sich aber gebessert, seitdem wir ausgemacht haben, dass immer der/die Nächstältesten aushelfen.
Beim Urlaub bin ich wieder im Vorteil. Da ich als erster in die Schule kam, gab es auch mehr Spielraum, wenn es ins Schullandheim ging. Gemeinsamer Urlaub ist aber eher selten. Vor drei Jahren haben wir Urlaub im Allgäu gemacht. Das war schön. Das Beste daran war, dass wir zusammen mit der Familie eines Schulfreundes gefahren sind und ich nicht der Älteste war. Die Familie meines Schulfreundes ist aber nicht so groß wie unsere. Das hätte sonst mit den Sitzplätzen im Auto auch nicht funktioniert.
Wir waren damals viel unterwegs, sind mit einem Teil der Eltern immer Wandern gegangen. Die Eltern haben sich immer abgewechselt. Die, die auf die Kleineren aufpassen mussten, sind mit denen dann zu den Spielanlagen gegangen. Ich denke, dass das für die Eltern gut gewesen sein muss. Keine Straßen, mehr Augen pro Kind und reichlich Kaffee und Zigaretten.